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Kennt ihr das Gefühl, wenn man zu lange in der Vergangenheit verharrt ist, beinahe dort gestorben wäre und mit einem mal wie von einer lauten Sirene, einem Blitz oder was auch immer hellwach wird, aufsieht, seinen Weg wieder vor sich sieht und sich schlagartig fragt, wieso man die ganze Zeit zurückgeblickt hat?
Es ist, als würde man gedankenverloren Fahrrad fahren und erst, als es schon fast zu spät ist, bemerken, dass man gerade gegen eine Straßenlaterne fährt.
Mir jedenfalls ist es so ergangen, irgendwann diese Woche. Ich hatte gerade mal wieder an den "komischen Kevin", genannt Marian, gedacht...der Vortag und die ganze Nacht waren grauenvoll gewesen, ich konnte nicht schlafen, weil ich mal wieder die Tränen nicht zurückhalten hatte können. Irgendwie hab ich mich auf einmal gewundert, ich meine, richtig gewundert, warum, zur Hölle, ich so traurig gewesen bin. Während ich das tat, war ich seltsamerweise auf einmal überhaupt nicht mehr traurig, es war wie ein Schlag auf den Hinterkopf und mit einem Mal war alles, die ganze Traurigkeit, die ganze Wut und Enttäuschung und Zurückweisung der letzten zwei Jahre wie vom Erdboden verschluckt. Das heißt natürlich nicht, dass ich jetzt weniger an ihn denken muss, doch seitdem wurde ich nicht mehr von unendlicher Trauer überwältigt.

11.1.07 16:54

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ropi (11.1.07 17:50)
Yay \o/


laura / Website (19.1.07 17:11)
ich bin auch stolz auf dich... andere menschen hätten einfach irgendwann schluss gemacht, aber du... bist immer noch da.. und ich mag es wenn du da bist^^

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